Im dritten Anlauf gibt es endlich die Bilder dieser Saison. Pünktlich am Anfang Februar habe ich 2 verschiedene Cayenne-Sorten und Jalapenos ausgesät. Ich habe Torfquelltöpfe verwendet und diese in einem kleinen gelben Gewächshaus untergebracht. In jedem Torfquelltopf habe ich 3 Kerne eingebracht, damit auch sicher in jedem Topf eine Pflanze heranwächst. Als Nebenexperiment haben wir noch Balsamico in 2 weiteren kleinen Töpfen herangezogen, welcher sich auch hervorragend entwickelt hat.



Draußen hat es noch Schnee und innen auf der Fensterbank wachsen schon die Chilis –> So muss es sein!
Die Jalapenopflanze des letzten Jahres habe ich überwintert und die kräftig zurückgeschnitten. Der Stamm war keinesfalls ausgetrocknet, sodass die Chancen auf ein Wiedererwachen für die Saison 2010 auf den ersten Blick gut gestanden ist. Die ersten Blätter sind sehr schnell ausgetrieben.


Mit der Zeit wurde es eng im kleinen Gewächshaus, da die Pflanzen umgetopft werden mussten. Gleichzeitig sind in jedem Torfquelltopf alle Kerne gekeimt und es wurde richtig eng. In einer ersten Selektion wurden beim Umtopfen nur noch die beiden stärkeren Pflanzen jedes Torfquelltopfs in den größeren Topf umgezogen. Für die frische Luft waren die Pflanzen noch viel zu sensibel. Schon nach wenigen Minuten an der frischen Luft hatten sie Erfrierungserscheinungen, die offensichtlich nicht nur der Temperatur zuzurechnen waren. Eingepackt in Frischhaltefolie mit Hilfe eines Gerüsts aus Trinkhalmen war diese Hürde dann gelöst.

So oft wie möglich habe ich die Pflanzen dann ins freie in die Sonnen gestellt um sie an die spätere Umgebung auf der Terasse zu akklimatisieren. Dabei sind zu lange Sonnenzeiten unbedingt zu vermeiden, da die Blätter noch nicht viel Sonnen vertragen.


Bis zu diese Stadium habe ich die Pflanzen mit einer 50/50 Mischung aus destilliertem Wasser und normalem mittelharten Leitungswasser gegossen. Für die zarten Wurzeln soll destilliertes Wasser besser verträglich sein und was macht man nicht alles um es den Chilis gut gehen zu lassen? Irgendwann war dann aber auch der Platz auf der Fensterbank erschöpft und die Pflanzen mussten ins Freie versetzt werden. Dazu habe ich mal wieder die stärksten Pflanzen herausgesucht und leider auch viele weitere kräftige Exemplare aufgeben müssen.
Ein paar Wochen später sah es dann schon so aus:
Einige Pflanzen sind ziemlich groß geworden. Leider war bei uns dieser Sommer für die Früchte nicht optimal. Ich konnte relativ wenige Chilis reif (rot) ernten. Vor allem die Jalapenos hätte noch 1-2 Wochen mehr sommerliche Wärme vertragen können. Die überwinterte Pflanze hat sich eher enttäuschend entwickelt. Sie wirkte relativ schlapp, hat ein begrenztes Wachstum hingelegt und auch die Früchte waren eher mittelmäßig.
Heute habe ich die letzten Früchte geerntet und verwogen. Ich lasse sie noch ein paar Tage liegen, mit der Hoffnung, dass sie ein wenig nachreifen und werde sie dann verarbeiten. Zunächst drei finale Bilder meiner Jalapeno-Pflanzen kurz bevor ich die Ernte komplett eingefahren habe.
Die abschließende Ernte – leider überwiegt die Farbe grün. Ob ich die 3 Kilo-Marke geknackt habe muss ich noch ausrechnen.



Fazit: Überwintern werde ich dieses Jahr keine Pflanze. Das eigentliche Überwintern ist kein Problem, wenn man einen nicht zu dunklen Kellerraum hat.