Jalapeno’s Blog

27. Dezember 2010

Die Marschroute für 2011

… ist vorgegeben. In der kommenden Saison werden statt bisher lediglich zwei verschiedene Sorten sechs Sorten angebaut. Die Schärfegrade gehen deutlich nach oben! Die neuen Sorten lassen sich im Gegensatz zu den Jalapenos wesentlich besser trocknen. Die Zielmenge verharrt bei 3 kg was aus der begrenzten Anbaufläche resultiert. Weiter Informationen über die neuen Sorten sind zu finden unter http://www.exotic-samen.de.

Sorte Schärfe [Scoville] Reifezeit [Tage]
Habanero white 400.000+ 100+
Jamaican hot gelb 200.000 95
Caribbean red 400.000 110
Habanero red savina 577.000 100
Jalapeno 2.000-10.000 85
Cayenne-Chili 50.000 90
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19. Dezember 2010

Erntebilanz 2010

Die Jahresernte ist ausgewertet und es ergibt sich folgendes Ergebnis. Die geforderte 3 kg-Marke konnte dieses Jahr nicht geknackt werden. Mit 2,7 kg bin ich aber auch keine Größenordnungen davon entfernt. Zwischen den Jalapeno- und den Cayenne-Schoten gibt es wesentliche Unterschiede hinsichtlich des Gewichts – das kann am besten am mittleren Gewicht der geernteten Schoten festgemacht werden, welches bei den Jalapenos 3x höher ausfällt als bei den Cayennes. Mit 55 g habe ich gegenüber letztem Jahr eine richtig fette Jalapeno-Schote ernten können. Insgesamt bin ich also zufrieden und die 3 kg werden nächstes Jahr mit einem anderen Sorten-Mix angepeilt. Vor allem die Jalapenos haben dieses Jahr sehr lange bis zur Reife gebraucht. Habaneros sollen in dieser Hinsicht Vorteile haben. Mit diesem Beitrag ist die Saison 2010 abgeschlossen. Schöne Weihnachten!

Jalapeno

Jalapeno Cayenne Gesamt
Anzahl [1] 105 129 234
Gesamtgewicht [g] 1846 854 2700
mittleres Gewicht [g] 17,58 6,62 11,54
minimales Gewicht [g] 2 1 1
maximales Gewicht [g] 55 14 55

22. Oktober 2010

Aufzucht 2010

Im dritten Anlauf gibt es endlich die Bilder dieser Saison. Pünktlich am Anfang Februar habe ich 2 verschiedene Cayenne-Sorten und Jalapenos ausgesät. Ich habe Torfquelltöpfe verwendet und diese in einem kleinen gelben Gewächshaus untergebracht. In jedem Torfquelltopf habe ich 3 Kerne eingebracht, damit auch sicher in jedem Topf eine Pflanze heranwächst. Als Nebenexperiment haben wir noch Balsamico in 2 weiteren kleinen Töpfen herangezogen, welcher sich auch hervorragend entwickelt hat.

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Draußen hat es noch Schnee und innen auf der Fensterbank wachsen schon die Chilis –> So muss es sein!

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Die Jalapenopflanze des letzten Jahres habe ich überwintert und die kräftig zurückgeschnitten. Der Stamm war keinesfalls ausgetrocknet, sodass die Chancen auf ein Wiedererwachen für die Saison 2010 auf den ersten Blick gut gestanden ist. Die ersten Blätter sind sehr schnell ausgetrieben.

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Mit der Zeit wurde es eng im kleinen Gewächshaus, da die Pflanzen umgetopft werden mussten. Gleichzeitig sind in jedem Torfquelltopf alle Kerne gekeimt und es wurde richtig eng. In einer ersten Selektion wurden beim Umtopfen nur noch die beiden stärkeren Pflanzen jedes Torfquelltopfs in den größeren Topf umgezogen. Für die frische Luft waren die Pflanzen noch viel zu sensibel. Schon nach wenigen Minuten an der frischen Luft hatten sie Erfrierungserscheinungen, die offensichtlich nicht nur der Temperatur zuzurechnen waren. Eingepackt in Frischhaltefolie mit Hilfe eines Gerüsts aus Trinkhalmen war diese Hürde dann gelöst.

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So oft wie möglich habe ich die Pflanzen dann ins freie in die Sonnen gestellt um sie an die spätere Umgebung auf der Terasse zu akklimatisieren. Dabei sind zu lange Sonnenzeiten unbedingt zu vermeiden, da die Blätter noch nicht viel Sonnen vertragen.

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Bis zu diese Stadium habe ich die Pflanzen mit einer 50/50 Mischung aus destilliertem Wasser und normalem mittelharten Leitungswasser gegossen. Für die zarten Wurzeln soll destilliertes Wasser besser verträglich sein und was macht man nicht alles um es den Chilis gut gehen zu lassen? Irgendwann war dann aber auch der Platz auf der Fensterbank erschöpft und die Pflanzen mussten ins Freie versetzt werden. Dazu habe ich mal wieder die stärksten Pflanzen herausgesucht und leider auch viele weitere kräftige Exemplare aufgeben müssen.

Ein paar Wochen später sah es dann schon so aus:

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Einige Pflanzen sind ziemlich groß geworden. Leider war bei uns dieser Sommer für die Früchte nicht optimal. Ich konnte relativ wenige Chilis reif (rot) ernten. Vor allem die Jalapenos hätte noch 1-2 Wochen mehr sommerliche Wärme vertragen können. Die überwinterte Pflanze hat sich eher enttäuschend entwickelt. Sie wirkte relativ schlapp, hat ein begrenztes Wachstum hingelegt und auch die Früchte waren eher mittelmäßig.

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Heute habe ich die letzten Früchte geerntet und verwogen. Ich lasse sie noch ein paar Tage liegen, mit der Hoffnung, dass sie ein wenig nachreifen und werde sie dann verarbeiten. Zunächst drei finale Bilder meiner Jalapeno-Pflanzen kurz bevor ich die Ernte komplett eingefahren habe.

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Die abschließende Ernte – leider überwiegt die Farbe grün. Ob ich die 3 Kilo-Marke geknackt habe muss ich noch ausrechnen.

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Fazit: Überwintern werde ich dieses Jahr keine Pflanze. Das eigentliche Überwintern ist kein Problem, wenn man einen nicht zu dunklen Kellerraum hat. 

28. April 2010

Chilis habens drauf!

Filed under: Alle Artikel,Chilis — jalapeno @ 20:47
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Ohne große Worte…

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,691686,00.html

31. März 2010

Charts zur Saison 2009

Filed under: Chilis,Jalapeno — jalapeno @ 10:44
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Da sich nicht alle mit bunten Bildchen abspeisen lassen liefere ich jetzt noch ein Schaubild nach. Ich stelle dabei das Wachstum (Höhe der Pflanze) in Abhängigkeit des Alters seit dem Kauf dar. Als zusätzliche Information sind die beiden Düngungen eingezeichnet. Das Wachstum der Jalapeno-Pflanze verläuft relativ geradlinig (linear) bis es bei einer Höhe von etwa 55cm in die Sättigung geht. Dieses Phänomen ist auf die begrenzte Größe des relativ kleinen Topfes zurückzuführen. Die zweite Düngung scheint nach diesem Schaubild keinen nennenswerten Effekt zu zeigen. Sie hatte den Zweck die Nährstoffe zur Ausbildung der Früchte bereitzustellen.

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Des Weiteren wurden die geernteten Früchte erfasst. Insgesamt wurden 17 Schoten geerntet mit einem Gesamtgewicht von 0,625 kg. Im Mittel hatte somit jede Schote ein Gewicht von 36 Gramm. Die leichteste wog lediglich 26 Gramm – die schwerste brachte es auf stattliche 46 Gramm.

Dieses Jahr sollen die Erträge um mindestens Faktor fünf gesteigert werden. Dementsprechend sind drei Kilogramm das Minimal-Ernteziel dieser Saison.

20. Juli 2009

Die erste Ernte und Kalbsleberwurst

Filed under: Chilis,Jalapeno — jalapeno @ 20:55
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Gestern hatten Chiliaddict und ich das Vergnügen die erste Schote zu ernten. Wie es sich gehört kam das Pracht-Exemplar erst einmal auf die Waage, wo sage und schreibe 39 Gramm heraus kamen. Danach haben wir die Schote längs zerschnitten und zu Tortillas mit Dipp, Kalbsleberwurst und Brot gegessen.

Der Geschmack war einer grünen Paprika sehr ähnlich, jedoch frischer und natürlich schärfer. Die Schärfe würde ich auf 4 schätzen – also durchaus moderat. Zunächst haben wir das Kernhaus zur Seite gelegt und das Fruchtfleisch verköstigt.

Chiliaddict kam dann auf die grandiose Idee auch das Kernhaus (ohne Kerne) zu essen und dabei wurden wir wirklich überrascht. Die Schärfe war wesentlich höher und vor allem richtig schön fies, sprich sie hatte einen Zeitzünder und kam dann mit aller Macht. Geschätzte Schärfe 7 und ohne Kalbsleberwurst auf Tortillas schwer ertragbar. Im Gegensatz dazu sind die Kerne absolut unspektakulär.

Die Schote habe ich bewusst grün geerntet, so wie man sie im Handel kaufen kann. Einige Schoten verfärben sich schon dunkel und diese möchte ich nach Möglichkeit rot ernten um einen Vergleich ziehen zu können.

Es gibt es noch ein paar aktuelle Bilder von der Zucht und der ersten geernteten Schote.

Fazit: Jalapenos können auch anders und Kalbsleberwurst hilft dagegen.

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23. Mai 2009

Jalapeno ein paar Facts und Erfahrungen

Filed under: Alle Artikel,Chilis,Jalapeno — jalapeno @ 21:52
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Das wir nicht die einzigen sind, die sich mit der Aufzucht von Chilis beschäftigen ist klar. Im Folgenden mal ein paar nützliche Links zu der Sorte Jalapeno:

Kurzbeschreibung, die Erfahrungswerte mit Jalapenos beinhaltet

Ein Gleichgesinnter, der ebenfalls über seine Aufzucht schreibt

Chili-Balkon – Seite im Oldschool-Design mit jeder Menge Tipps

Wikipedia ist natürlich immer nützlich, so auch in Sachen Jalapenos

22. Mai 2009

Ernte in Gefahr!

Filed under: Alle Artikel,Chilis,Jalapeno — jalapeno @ 08:12
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Vor ein paar Tagen habe ich die Jalapeno-Pflanze umgetopft. Sie ist inzwischen 2cm gewachsen und scheint bald zu blühen.

Heute Mittag war das Wetter echt schlecht. Das hätte die Pflanze draußen bestimmt nicht überlebt…

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18. Mai 2009

Attraktive Schärfe

Filed under: Alle Artikel,Chilis,Jalapeno — jalapeno @ 20:38
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Wenn man als bekennender Chili-Fan mal wieder den milden Gemüseauflauf der Freundin mit einem Chiliextrakt der Stufe 10+ verfeinert kann man ganz schön was zu hören bekommen. Nicht immer stoßen die Freunde des Scharfessens auf Verständnis und sehen es viel mehr als Kritik an ihren Kochkünsten. Klar, wenn das Essen mal total missraten ist, kann man den faden Geschmack mit ausreichend Schärfe immer neutralisieren, dann wird der Geschmack aber auch auf die Schärfe allein reduziert. Das ist eher selten notwendig, es seit denn man studiert zum Beispiel in Stuttgart und möchte sich mittags von der Mensa ernähren.

Aber auch so haben drei Tropfen einer 10+ Chili-Extrakt Sauce auf einem Teller ihren Reiz. Die Freundin sagt, dann natürlich sofort: “ Das reicht ja auch um drei Liter Gulasch so richtig scharf zu machen“. Der Genießer grinst und legt beim Nachschlag noch einen Tropfen nach – diesmal nicht mehr für den Geschmack, sondern aus reiner Männlichkeit. Das ist der zweite Fall nach der Mensa, bei dem  man die hohen Schärfegrade eher zweckentfremdet. Jetzt stellt sich die Frage: „Würden es wesentlich mildere Chilis nicht auch tun?“  Die klare Antwort lautet: „Nein!“

Die Gründe dafür folgen aus dem gesunden Menschenverstand:

  • Je schärfer die Chilis sind, desto günstiger kann man schärfen. Gemäß dem Gesetz von Chiliaddict – kostenloser Spaß ist doppelter Spaß – sind scharfe Chilis allein deshalb zu bevorzugen. Meine 10+ Sauce sollte bei regelmäßigem Gebrauch mindestens zehn Jahre halten bis die Flasche leer ist. Das heißt beinahe kostenloses Schärfen.
  • Mild essen ist langweilig. Ein bisschen schwarzer Pfeffer aus Omas Mühle haut einfach nicht richtig rein. Ein halber Zentimeter mehr oder weniger einer schönen scharfen Chili kann zwischen Leben und Tod entscheiden (zumindest im übertragenen Sinne). Der Zufallseffekt darf nicht vergessen werden. Das bringt Abwechslung in den trüben Alltag.
  • Schärfen mit klassischen, in unserem Sinne milden Gewürzen, verdirbt das Essen. Scharfe Chilis sind schnell mal um Faktor zehn und mehr schärfer als zum Beispiel Tabasco. Möchte man mit Tabasco scharf essen muss man dem Essen davon eine ganze Menge zugeben. Tabasco besteht aber zu einem gewissen teil aus Essig. Wer möchte schon den Essig als Nebeneffekt der Schärfe haben? In manchen Fällen mag das wohl erwünscht sein, aber im Normalfall verzichten wir dann doch lieber darauf. Ähnlich verhält es sich für (Pfeffer, Paprika,…) Bei höhere Dosierung kommt immer ein unerwünschter Nebengeschmack hinzu. Ein scharfe Chili im Essen macht scharf und sonst nichts. Sie macht ihren Job einfach perfekt.
  • Allein die Fähigkeit in jeder Lebenslage scharf essen zu können kann von großen Vorteil sein. Ihr versteht nicht was ich meine? Dann geht mal mit einem Inder essen. Ihr werdet an mich denken. Natürlich kann man die Nahrungsaufnahme beim Inder auch komplett verweigern. In einem Geschäftsessen sieht das dann ganz anders aus. Wegen ein paar scharfen Chilis wird wohl keiner die Zukunft seines Unternehmens auf das Spiel setzen.
  • Chilis sind ein Geschmacksverstärker und haben im Gegensatz zu vielen anderen Geschmacksverstärkern den Vorteil, dass sie natürlich sind und gesund dazu. Fett wäre auch ein Geschmacksverstärker – die Nachteile sind dabei offensichtlich. In diesem Fall sollte der Geschmack mit den Chilis nur verstärkt werden. Deshalb ist hier wahre Kochkunst gefragt. Dank superscharfer Chilis gibts auch keinen störenden Nebengeschmack.
  • Scharf essen will gelernt sein. Viele Leute die einen für verrückt erklären, wenn man sich mal wieder ein paar Chilis gegönnt hat sind einfach nur neidisch, denn sie könnten es nicht einmal. Nicht umsonst gibt es Chili-Wettbewerbe, bei denen derjenige gewinnt, der die meisten Chilis auf einen Rutsch essen kann. Jedes Hobby hat seine Leistungsträger – seien wir diesen Helden zu tiefem Dank verpflichtet.
  • Last but not least. Du gehst mit der Frau deines Lebens beim ersten Date in die Pizzeria und bestellt dir eine Pizza-Diablo. Du denkt dir nichts dabei und hast scharfes Essen schon immer gut gefunden (zu dem Zeitpunkt hast du scharfes Essen womöglich noch mit einer Extraportion von Omas Pfeffermühle verwechselt). Die Philosophie der Chili-Leute hast du nie richtig verstanden. Der Italiener hat sich überlegt „kostenloser Spaß ist doppelter Spaß“[Chiliaddict] und hat statt seiner teuren „Italiana-Gewürzmischung-Scharf“ einfach eine zehner Chili in ein bisschen Olivenöl eingelegt und rundet damit die Pizza-Diablo ab. Du kannst ihm keinen Vorwurf machen. Die Pizza macht ihrem Namen alle Ehre. Wenn du jetzt aber nicht standhaft bist und in Tränen ausbrichst ist der Abend für dich gelaufen. Scharf essen will gelernt sein, oder du wirst in dieser Situation gnadenlos als Hochstapler abserviert.

Fazit: Scharfessen folgt den Gesetzen des gesunden Menschenverstands.

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