Jalapeno’s Blog

19. Dezember 2010

Erntebilanz 2010

Die Jahresernte ist ausgewertet und es ergibt sich folgendes Ergebnis. Die geforderte 3 kg-Marke konnte dieses Jahr nicht geknackt werden. Mit 2,7 kg bin ich aber auch keine Größenordnungen davon entfernt. Zwischen den Jalapeno- und den Cayenne-Schoten gibt es wesentliche Unterschiede hinsichtlich des Gewichts – das kann am besten am mittleren Gewicht der geernteten Schoten festgemacht werden, welches bei den Jalapenos 3x höher ausfällt als bei den Cayennes. Mit 55 g habe ich gegenüber letztem Jahr eine richtig fette Jalapeno-Schote ernten können. Insgesamt bin ich also zufrieden und die 3 kg werden nächstes Jahr mit einem anderen Sorten-Mix angepeilt. Vor allem die Jalapenos haben dieses Jahr sehr lange bis zur Reife gebraucht. Habaneros sollen in dieser Hinsicht Vorteile haben. Mit diesem Beitrag ist die Saison 2010 abgeschlossen. Schöne Weihnachten!

Jalapeno

Jalapeno Cayenne Gesamt
Anzahl [1] 105 129 234
Gesamtgewicht [g] 1846 854 2700
mittleres Gewicht [g] 17,58 6,62 11,54
minimales Gewicht [g] 2 1 1
maximales Gewicht [g] 55 14 55

22. Oktober 2010

Aufzucht 2010

Im dritten Anlauf gibt es endlich die Bilder dieser Saison. Pünktlich am Anfang Februar habe ich 2 verschiedene Cayenne-Sorten und Jalapenos ausgesät. Ich habe Torfquelltöpfe verwendet und diese in einem kleinen gelben Gewächshaus untergebracht. In jedem Torfquelltopf habe ich 3 Kerne eingebracht, damit auch sicher in jedem Topf eine Pflanze heranwächst. Als Nebenexperiment haben wir noch Balsamico in 2 weiteren kleinen Töpfen herangezogen, welcher sich auch hervorragend entwickelt hat.

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Draußen hat es noch Schnee und innen auf der Fensterbank wachsen schon die Chilis –> So muss es sein!

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Die Jalapenopflanze des letzten Jahres habe ich überwintert und die kräftig zurückgeschnitten. Der Stamm war keinesfalls ausgetrocknet, sodass die Chancen auf ein Wiedererwachen für die Saison 2010 auf den ersten Blick gut gestanden ist. Die ersten Blätter sind sehr schnell ausgetrieben.

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Mit der Zeit wurde es eng im kleinen Gewächshaus, da die Pflanzen umgetopft werden mussten. Gleichzeitig sind in jedem Torfquelltopf alle Kerne gekeimt und es wurde richtig eng. In einer ersten Selektion wurden beim Umtopfen nur noch die beiden stärkeren Pflanzen jedes Torfquelltopfs in den größeren Topf umgezogen. Für die frische Luft waren die Pflanzen noch viel zu sensibel. Schon nach wenigen Minuten an der frischen Luft hatten sie Erfrierungserscheinungen, die offensichtlich nicht nur der Temperatur zuzurechnen waren. Eingepackt in Frischhaltefolie mit Hilfe eines Gerüsts aus Trinkhalmen war diese Hürde dann gelöst.

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So oft wie möglich habe ich die Pflanzen dann ins freie in die Sonnen gestellt um sie an die spätere Umgebung auf der Terasse zu akklimatisieren. Dabei sind zu lange Sonnenzeiten unbedingt zu vermeiden, da die Blätter noch nicht viel Sonnen vertragen.

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Bis zu diese Stadium habe ich die Pflanzen mit einer 50/50 Mischung aus destilliertem Wasser und normalem mittelharten Leitungswasser gegossen. Für die zarten Wurzeln soll destilliertes Wasser besser verträglich sein und was macht man nicht alles um es den Chilis gut gehen zu lassen? Irgendwann war dann aber auch der Platz auf der Fensterbank erschöpft und die Pflanzen mussten ins Freie versetzt werden. Dazu habe ich mal wieder die stärksten Pflanzen herausgesucht und leider auch viele weitere kräftige Exemplare aufgeben müssen.

Ein paar Wochen später sah es dann schon so aus:

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Einige Pflanzen sind ziemlich groß geworden. Leider war bei uns dieser Sommer für die Früchte nicht optimal. Ich konnte relativ wenige Chilis reif (rot) ernten. Vor allem die Jalapenos hätte noch 1-2 Wochen mehr sommerliche Wärme vertragen können. Die überwinterte Pflanze hat sich eher enttäuschend entwickelt. Sie wirkte relativ schlapp, hat ein begrenztes Wachstum hingelegt und auch die Früchte waren eher mittelmäßig.

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Heute habe ich die letzten Früchte geerntet und verwogen. Ich lasse sie noch ein paar Tage liegen, mit der Hoffnung, dass sie ein wenig nachreifen und werde sie dann verarbeiten. Zunächst drei finale Bilder meiner Jalapeno-Pflanzen kurz bevor ich die Ernte komplett eingefahren habe.

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Die abschließende Ernte – leider überwiegt die Farbe grün. Ob ich die 3 Kilo-Marke geknackt habe muss ich noch ausrechnen.

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Fazit: Überwintern werde ich dieses Jahr keine Pflanze. Das eigentliche Überwintern ist kein Problem, wenn man einen nicht zu dunklen Kellerraum hat. 

28. April 2010

Chilis habens drauf!

Filed under: Alle Artikel,Chilis — jalapeno @ 20:47
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Ohne große Worte…

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,691686,00.html

31. März 2010

Charts zur Saison 2009

Filed under: Chilis,Jalapeno — jalapeno @ 10:44
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Da sich nicht alle mit bunten Bildchen abspeisen lassen liefere ich jetzt noch ein Schaubild nach. Ich stelle dabei das Wachstum (Höhe der Pflanze) in Abhängigkeit des Alters seit dem Kauf dar. Als zusätzliche Information sind die beiden Düngungen eingezeichnet. Das Wachstum der Jalapeno-Pflanze verläuft relativ geradlinig (linear) bis es bei einer Höhe von etwa 55cm in die Sättigung geht. Dieses Phänomen ist auf die begrenzte Größe des relativ kleinen Topfes zurückzuführen. Die zweite Düngung scheint nach diesem Schaubild keinen nennenswerten Effekt zu zeigen. Sie hatte den Zweck die Nährstoffe zur Ausbildung der Früchte bereitzustellen.

jalapeno_wachstum

Des Weiteren wurden die geernteten Früchte erfasst. Insgesamt wurden 17 Schoten geerntet mit einem Gesamtgewicht von 0,625 kg. Im Mittel hatte somit jede Schote ein Gewicht von 36 Gramm. Die leichteste wog lediglich 26 Gramm – die schwerste brachte es auf stattliche 46 Gramm.

Dieses Jahr sollen die Erträge um mindestens Faktor fünf gesteigert werden. Dementsprechend sind drei Kilogramm das Minimal-Ernteziel dieser Saison.

18. März 2010

Saison-Rückblick 2009

Filed under: Alle Artikel,Chilis,Jalapeno — jalapeno @ 18:40
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Letzte Saison hatte ich nur eine einzige Jalapeno-Pflanze und konnte damit bereits ansehliche Erträge vorzeigen.

In einer kleinen Bilderserie kann die Entwicklung der Pflanze und der Früchte nachvollzogen werden.

Das erste Bild zeigt die Pflanze Mitte des Monats Mai 2009. Das letzte Bild ist die Pflanze im September 2009, also etwa vier Monate später. In diesen vier Monaten habe ich zweimal Tomatendünger angewendet. Die endgültige Höhe von circa 60 cm wurde relativ schnell erreicht. Für weiteres Wachstum hat die Topfgröße nicht mehr gereicht. Ich war mit dem Ernteertrag aber schon mehr als zufrieden und habe nicht mehr umgetopft.

2009.05.18 IMGP1052 IMGP1059 2009.07.19 (5)2009_Jalapeno (8) 2009_Jalapeno (5)

Die nächsten Bilder zeigen die Entwicklung von der Knospe über die Blüte bis hin zur Frucht. Interessant ist dabei das Bild in welchem die Blüte gerade abgestreift wird und bereits eine kleine Frucht darunter hervorkommt.

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Die Früchte sind dann relativ schnell gewachsen. Nach einigen Wochen begann die Verfärbung.  Zunächst trat dabei eine Verfärbung ins Schwarze auf. Die reife Frucht zeigte dann ein sattes Rot. Die wesentliche Veränderung des Farbtons setzte nach der Stagnation des Wachstums ein und ließ sich dabei einige Wochen Zeit.

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Ich denke die Bilder geben einen guten Gesamteindruck der letzten Saison. Ich werde demnächst noch zwei Verläufe der Pflanzenhöhe und der geernteten Jalapeno-Schoten folgen lassen.

Greetz Jalapeno

30. Mai 2009

Ungesunde Unwissenheit!

Filed under: Alle Artikel,Chilis — chiliaddict @ 08:34
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kNach einem S-Bahn-Gespräch mit einem Komilitonen meiner Freundin, der ebenfalls Chilis großzieht und darüberhinaus Chemie studiert, kamen ein paar interessante Fakten ans Licht:

Meine Pflanzen wachsen wesentlich schneller als seine, obwohl er sie direkt im heimischen Garten ausgesäht hat. Ich tippe zwar bisher auf einen Temperaturvorteil der Wohnung gegenüber dem Garten. Er war jedoch überzeugt, dass es daran läge, dass ich jetzt schon vorsichtig dünge.

Viel wichtiger jedoch der Hinweis von ihm, dass ein allgemeiner Balkon- und Kübelpflanzendünger wie ich ihn verwende, zwar sehr gut für das Pflanzenwachstum ist, jedoch (schädliche) Elemente wie Antimon und andere Exoten des Periodensystems enthalten kann. Diese lagern sich dann, wenn man Pech hat, auch in der Frucht ab und verderben dem Züchter den Genuss der Schoten.

Fazit: Wenn ich gefrühstückt habe, fahre ich reinen NPK-Dünger einkaufen, auf dem gedruckt stehen muss: Für Speisepflanzen! Gut dass es solche Zufallsgespräche gibt. Besser noch, wenn man selbst mal hinten auf der Düngerflasche nachliest…

 

Dann kann ich gerade um die meisten anderen Pflanzen auch bangen. Wegen bleicher Blätter,vor allem bei den Tepin, habe ich nachgelesen, dass wohl ein starker Stickstoffmangel vorliegt. Ich hab also ganz pragmatisch zur Düngespritze gegriffen, und jede Pflanze mit einem Milliliter Dünger versorgt – und dann ist alles nur schlimmer geworden. 80% der Pflanzen ließen nach fünf Minuten alle Blätter hängen oder haben sich komplett geneigt. Das wiederum deutet auf überdüngten Boden hin, weil der osmotische Druck nichtmehr stimmt und die Pflanzen Wasser verlieren. Also habe ich alle Töpfe getaucht, um die Düngerkonzentration zu senken und gleichmäßiger auf den gesamten Erdballen im Topf zu verteilen. Ob und wieviele diesen Nährstoffschock überleben, und ob letztenendes die ausgebleichten Blätter doch wieder grün werden – erfahrt ihr im nächsten, und hoffentlich nicht letzten Eintrag zu meinen Chilis…

 

Grüße, chiliaddict

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