Jalapeno’s Blog

22. Oktober 2010

Aufzucht 2010

Im dritten Anlauf gibt es endlich die Bilder dieser Saison. Pünktlich am Anfang Februar habe ich 2 verschiedene Cayenne-Sorten und Jalapenos ausgesät. Ich habe Torfquelltöpfe verwendet und diese in einem kleinen gelben Gewächshaus untergebracht. In jedem Torfquelltopf habe ich 3 Kerne eingebracht, damit auch sicher in jedem Topf eine Pflanze heranwächst. Als Nebenexperiment haben wir noch Balsamico in 2 weiteren kleinen Töpfen herangezogen, welcher sich auch hervorragend entwickelt hat.

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Draußen hat es noch Schnee und innen auf der Fensterbank wachsen schon die Chilis –> So muss es sein!

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Die Jalapenopflanze des letzten Jahres habe ich überwintert und die kräftig zurückgeschnitten. Der Stamm war keinesfalls ausgetrocknet, sodass die Chancen auf ein Wiedererwachen für die Saison 2010 auf den ersten Blick gut gestanden ist. Die ersten Blätter sind sehr schnell ausgetrieben.

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Mit der Zeit wurde es eng im kleinen Gewächshaus, da die Pflanzen umgetopft werden mussten. Gleichzeitig sind in jedem Torfquelltopf alle Kerne gekeimt und es wurde richtig eng. In einer ersten Selektion wurden beim Umtopfen nur noch die beiden stärkeren Pflanzen jedes Torfquelltopfs in den größeren Topf umgezogen. Für die frische Luft waren die Pflanzen noch viel zu sensibel. Schon nach wenigen Minuten an der frischen Luft hatten sie Erfrierungserscheinungen, die offensichtlich nicht nur der Temperatur zuzurechnen waren. Eingepackt in Frischhaltefolie mit Hilfe eines Gerüsts aus Trinkhalmen war diese Hürde dann gelöst.

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So oft wie möglich habe ich die Pflanzen dann ins freie in die Sonnen gestellt um sie an die spätere Umgebung auf der Terasse zu akklimatisieren. Dabei sind zu lange Sonnenzeiten unbedingt zu vermeiden, da die Blätter noch nicht viel Sonnen vertragen.

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Bis zu diese Stadium habe ich die Pflanzen mit einer 50/50 Mischung aus destilliertem Wasser und normalem mittelharten Leitungswasser gegossen. Für die zarten Wurzeln soll destilliertes Wasser besser verträglich sein und was macht man nicht alles um es den Chilis gut gehen zu lassen? Irgendwann war dann aber auch der Platz auf der Fensterbank erschöpft und die Pflanzen mussten ins Freie versetzt werden. Dazu habe ich mal wieder die stärksten Pflanzen herausgesucht und leider auch viele weitere kräftige Exemplare aufgeben müssen.

Ein paar Wochen später sah es dann schon so aus:

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Einige Pflanzen sind ziemlich groß geworden. Leider war bei uns dieser Sommer für die Früchte nicht optimal. Ich konnte relativ wenige Chilis reif (rot) ernten. Vor allem die Jalapenos hätte noch 1-2 Wochen mehr sommerliche Wärme vertragen können. Die überwinterte Pflanze hat sich eher enttäuschend entwickelt. Sie wirkte relativ schlapp, hat ein begrenztes Wachstum hingelegt und auch die Früchte waren eher mittelmäßig.

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Heute habe ich die letzten Früchte geerntet und verwogen. Ich lasse sie noch ein paar Tage liegen, mit der Hoffnung, dass sie ein wenig nachreifen und werde sie dann verarbeiten. Zunächst drei finale Bilder meiner Jalapeno-Pflanzen kurz bevor ich die Ernte komplett eingefahren habe.

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Die abschließende Ernte – leider überwiegt die Farbe grün. Ob ich die 3 Kilo-Marke geknackt habe muss ich noch ausrechnen.

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Fazit: Überwintern werde ich dieses Jahr keine Pflanze. Das eigentliche Überwintern ist kein Problem, wenn man einen nicht zu dunklen Kellerraum hat. 

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11. März 2010

Saison 2010

Filed under: Alle Artikel,Jalapeno — jalapeno @ 08:48
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So langsam taut der Jalapenoblog wieder auf, auch wenn es das Wetter noch nicht vermuten lässt. Ich bedaure natürlich, dass uns chiliaddict  nicht mehr direkt mit seinen interessanten Beiträgen bereichern wird. Der Weg zu seinem Blog ist natürlich nicht weit. Ihr könnt ihn per Verlinkung in meinem Blogroll oder aber auch unter http://chiliaddict.wordpress.com/ erreichen.

Was die Chilis betrifft sind die Ziele für dieses Jahr klar vorgegeben – es sollen 3 kg feinste Schoten geerntet werden. Dazu sind inzwischen 10 Jalapeno-Pflanzen in der Aufzucht. Die Samen stammen von der Pflanze des letzten Jahres. Es wurden des Weiteren zwei verschiedene Sorten Cayenne-Paprika ausgesäht. Die Pflanze aus dem letzten Jahr wurde überwintert und vor 2 Wochen zurückgeschnitten. Neue Blätter treiben bereits aus.

In den nächsten Tagen möchte ich die Ergebnisse der letzten Saison zusammenfassen und eine Übersicht über die derzeitige Chili-Produktion geben.

Jalapeno

13. Juni 2009

Ein harter Kern und die Laborratte

Filed under: Chilis — chiliaddict @ 11:36
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Nachdem die meisten meiner Pflanzen das zeitliche gesegnet haben, kann ich euch heute den harten Kern präsentieren, der mir noch geblieben ist. Die Kulai sind um wenige Millimeter gewachsen, die UWSS wesentlich mehr. Ganz klein ist noch das Pflänzchen vollständig unbekannter Sorte, das im Topf neben einer Kulai Malaysia aufgekeimt ist (drittes Bild ganz rechts). Die Blattzahl ist bei allen Pflanzen gestiegen, bei einer UWSS ist die erste richtige Stammverzweigung zu erkennen, und auch die Kulai werden bereits buschiger. Nachdem ich nun zu jedem gießen Dünge (Dosierung entsprechend angepasst), haben auch die Kulai ihre gelben Blattspitzen wieder begrünt und vorerst wiege ich mich in Sicherheit.  DSC00127  DSC00133 DSC00131

Die zwei kleinen Pflänzchen links im dritten Bild sind die Kulai Malaysia, alle großen auf den beiden linken Bildern sind UWSS. Nach einem erfolgreichen Keimtest liegen in dem unscheinbaren Topf mit dem Becher zwei angekeimte Samen einer thailändischen Chilischote, welche ich von einem Studienkollegen meiner Freundin erhalten habe. Mal sehen, wie frisch die Samen noch sind, und ob daraus noch schöne Pflanzen kommen. Die würden zwar zeitlich diese Saison wohl nichtmehr tragen, aber da ich sie drinnen halten will ist das ohnehin nicht soo problematisch.

 

Und nun zur Laborratte: Leider ist ihr Wachstum seit der letzten Woche unverändert, und auch diese Woche dürfte wegen dem Feiertag, dem Brückentag und dem Wochenende mit lediglich drei Licht-Tagen wenig Wachstum bringen. Interessanterweise vergeilt sie aber auch trotz der Lichtverhältnisse nicht. Da ich an diesem Institut jedoch nur noch bis August bin, und dann zu einem Institut meiner Fachrichtung wechsle, werden wir wohl keine großartigen Ergebnisse des Tests mehr erleben. Dennoch, ich ziehe aus diesem Versuch jetzt schon wertvolle Schlüsse für die Überwinterung meiner Pflanzen, und werde diese dementsprechend im Keller kühl und gleichmäßig beleuchtet wie in besagtem Labor überwintern. So ist das Wachstum unterbunden, die Pflanze überlebt bis zum Frühjahr, und kann dann fit weiterwachsen – so der Plan.

 

Soweit der Stand aus Besigheim – bis zum nächsten Post!

chiliaddict

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